Fifty Shades of Krapfen: Faschingskrapfen mit Nougat- und Vanillecreme / Traditional Austrian Donuts with Nougat and Vanilla Cream


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Vor ein paar Tagen war ich mit meinen Mädels Essen und im Kino. Ich muss ja zugeben, dass ich ein richtiger Fan von den Shades-Büchern bin, aber sowohl den ersten, also auch den neuen Teil von Fifty Shades of Grey find' ich nicht so toll. Für mich ist der Cast einfach total unpassend, die Szenen aufs äußerste beschränkt und [SPOILER] dieser Flugzeugabsturz beim aktuellen Teil war ja wirklich auch zum Schreien komisch.
Ich bin ohnehin nicht so davon angetan, Film zu schauen, die auf Büchern basieren - fand' ich schon damals bei den ganzen Nicholas Sparks Verfilmungen grauenhaft. :D

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Um hier wieder zurück zum Krapfenrezept zu kommen - man kann ja dieses 'Fifty Shades' auf so ziemlich jede Situation beziehen .. daher auch 'fifty shades' der Krapfen - manche der Krapfen sind zu hell, viel zu dunkel und ein paar sind perfekt - mit dem hellen Ring, den man nun mal von den Krapfen kennt.

Und ich muss euch auch gleich noch was gestehen, bevor ihr weiterlest - ich hatte v i e l  z u   w e n i g  Ö l zuhause - nur 250ml - und wer schon mal Krapfen herausgebacken hat, weiß, was Fett für eine wichtige Rolle dabei spielt - bei mir war's eine Tortur - also vergesst nicht auf das Öl.

Ich hab die Krapfen in einer beschichteten Pfanne herausgebacken, daher ging es auch nochmal gut.

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Und da ich heut' so in Schreiblaune bin, gibt es auch gleich ein Geständnis obendrauf!

Im Normalfall würd' ich das Rezept nicht auf dem Blog hochladen - die Fotos gefallen mir nämlich überhaupt nicht. Während des Frittieren ( denn da wusst' ich's schon, dass die Fotos nichts werden) kam mir aber eine Umfrage in den Sinn, bei der ich vor ein paar Tagen mitgemacht habe.

Die Hauptthese - wie perfekt müssen Foodfotos sein? Ja, die Frage hab' ich mir bisher nie gestellt, denn ich war der Meinung, dass sie, sobald sie nicht ansprechend aussehen, das Rezept auch nichts auf meinem Blog zu suchen hat. Seit ich mich mit Fotographie auseinandersetze und ich die Fotos danach auch wirklich bewusst bearbeite, findet ich immer mehr Fehler an einem Foto - da ein Körnchen zu viel, da eines zu wenig. Ja, so geht es mir manchmal.

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Ich will, um ehrlich zu sein, gar nicht so richtig drüber nachdenken, wie oft ein Beitrag schon an den verdammten Fotos gescheitert ist. Ästhetik rückt immer mehr in den Vordergrund - das eigentliche Rezepte in den Hintergrund. Obwohl mir beides super wichtig ist, ist dieses ' Schön Aussehen' dann doch immer ausschlaggebend.

Ziemlich traurig, wenn ich jetzt drüber nachdenk'.
Lasst mir gern eure Gedanken darüber in den Kommentaren da - würd' mich wirklich mal interessieren, was ihr davon haltet!

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Um hier bissl' weg von dieser negativen Stimmung, die ich unbewusst geschaffen habe, zu kommen, habe ich das alte Krapfenrezept von meiner lieben Omi abfotografiert. Wie ihr sehen werdet, ist das Rezept etwas abgewandelt und halbiert - die Masse ergab 15 Krapfen. 
 Da ich selbst kein griffiges Mehl zuhause hab' und am liebsten mit der universalen Sorte backe, hab' ich's tatsächlich auch so bei den Krapfen gemacht. Im Nachhinein sind wir draufgekommen, dass sie auch deshalb - laut meiner Omi - super fluffig und schön weich wurden. 

Gefüllt wurden die Krapfen mit einer Vanillecreme und Nougat - sehr lecker, sehr cremig, toll für Krapfen und auch für Kuchen und Co. super geeignet. 

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Zutaten für die Krapfen:

500g universales Mehl, 1 Packung ( 42g) Germ/ Hefe frisch!, 70g feiner Kristallzucker, 50g weiche Butter, 1 Kappe Rum, 2 Päckchen Vanillezucker, 3 Dotter/Eigelbe, 1 ganzes Ei, 230ml warme Milch, Abrieb einer Zitrone, mindestens 700ml Öl oder Butterschmalz

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Zubereitung der Krapfen:

- Die frische Germ in die warme Milch bröseln, den Zucker dazugeben und gut vermengen, bis sich sowohl Zucker, als auch Germ aufgelöst hat. 
- Während das Dampfl kurz quellt, Mehl, Zitronenabrieb, Vanillezucker und Rum miteinander vermengen. 
- Eigelbe und das Ei dazugeben. 
- Sobald das Dampfl anfängt zu arbeiten, zu Mehl und Eier dazugeben und mit einer Küchenmaschine mindestens 5 Minuten durchkneten lassen. 
- Hat sich alles gut miteinander vermengt, kann die Butter Flöckchenweise dazugegeben werden.
- Nun weitere 10 Minuten durchkneten. Danach zugedeckt in ein warmes Wasserbad stellen und für mindestens 60 Minuten gehen lassen.
- Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche 3cm dick ausrollen und mit einer runden Ausstechform 15 Krapfen ausstechen. 
- Die Krapfen auf ein bemehltes Blech geben, mit einem frischen Geschirrtuch zudecken und wieder über dem Wasserbad (am Besten funktioniert das in der Spüle - heißes Wasser in die Wanne füllen, Blech drüberstellen und fertig) für 30 Minuten gehen lassen. 
- Das Öl in die Pfanne füllen und auf 170°C heiß werden lassen. Steckt ein Holzspieß hinein, sobald sich Blasen bilden, ist die Temperatur erreicht. 
- Zwei Krapfen/ Durchgang in das heiße Fett gleiten lassen und an beiden Seiten für 1:30- 2 Minuten pro Seite backen lassen. 
- Die Krapfen mit einer Nudelkelle aus dem Fett herausnehmen und auf einem, mit Küchenpapier ausgelegtes Gitter abtropfen lassen. 
- Sobald die Krapfen nur mehr lauwarm sind, nach Belieben befüllen.

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Nougatcreme:
150g Nuss-Nougat, 1 TL Vanillepaste, 100ml Sahne

- Sowohl Nougat, als auch Sahne erwärmen, damit sie in etwa die gleiche Temperatur haben. Beides miteinander vermengen und das Nougat gut in der Sahne schmelzen lassen. Die Vanillepaste unterheben und die Creme für mindestens 1 Stunde kühl stellen. 

Vanillecreme:
1 Eigelb, 250ml Milch, 1 TL Vanillepaste, 1 Päckchen Vanillezucker, 50g Zucker, 70g Stärke 

- Die Stärke sieben und in der Milch vollständig auflösen. 
- Zucker, Vanillezucker und die Paste dazugeben. Das Ei hineinschlagen und die Mischung erhitzen. 
- Die Masse muss ständig mit einem Schneebesen umgerührt werden! Sobald der Pudding anfängt einzudicken, vom Herd nehmen, in eine Glasschüssel füllen und mit Frischhaltefolie am Pudding ( damit sich keine Haut bildet) abdecken und abkühlen lassen. 

- Bevor ihr die Krapfen füllen. Sowohl Nougat- als auch Vanillecreme durch ein Sieb streichen, sodass wirklich keine Klumpen in der Creme ist. 
- Ein Loch mit der Krapfenspritztülle machen und eine gute Portion Creme in jeden Faschinskrapfen spritzen. 

Tipp: Beide Cremen könnt' ihr schon einen Abend davor zubereiten. 

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Ich wünsche euch einen schönen Tag!
- Verena 

Kommentare

  1. Ich finde das die Krapfen toll aussehen! Und mal ganz ehrlich am wichtigsten ist ja immer noch, dass sie schmecken ;) Ich habe mich übrigens sehr gewehrt in den 2ten Teil von Fifty Shades of Grey zu gehen, fand nämlich den ersten schon extrem schlecht und ich habe nicht mal die Bücher gelesen um so einen Vergleich zu haben.

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  2. Die sehen absolut köstlich aus! Bin übrigens von deiner Food Fotografie begeistert.

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  3. Das sieht soo lecker aus :)

    Ich liebe die 50 Shades of Grey Bücher und fand jetzt den ersten Teil auch nicht soooo schlimm und den zweiten extrem Gut im gegensatz zum ersten :) Liegt wohl daran, dass ich insgesamt die Story gut finde und man im zweiten Teil definitiv mehr vom Buch hat als im ersten :)

    LG Danie

    www.daaaniieee.at

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  4. Liebe Verena!
    Wir lesen deinen Blog so gerne, mach dir keine Sorgen, wir finden die Bilder super und sind froh, dass du das Rezept hochgeladen hast! Mach weiter so, wir liiiieben deinen Blog und freuen uns immer wieder, bei dir zu stöbern!

    Liebe Grüße,
    Jenny
    miomente-Team

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