Donnerstag, 4. Mai 2017

Backfail + das Rezept der Besinnung: Streuselkuchen mit Marillen / Crumble Cake with Apricots


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Schon seit ich denken kann, verwendet meine Großmutter diese Margarine in Würfelform zum Backen - mir fällt der Name grad' überhaupt nicht ein, aber ihr wisst bestimmt welche ich meine.
Auf jeden Fall wird diese Backmargarine so gut wie immer von Mama und Oma verwendet, also dachte sich die naive, kleine Verena vor gut 5 Jahren ' Tja, warum eigentlich nicht, verwend' ich's halt auch mal.'

Gesagt, getan und das Chaos war vorprogrammiert - zumindest fast! Nachdem Butter - also diese Margarine - , Zucker und Eier in den Mixer wanderten, sah' es auch recht schnell so aus, als ob der Teig gerinnen würd' - ihr kennt' das doch bestimmt ( falls nicht, dann ein lautes 'Halleluja' von mir ), wenn man zu viel Flüssigkeit in eine Buttercreme dazugibt, bilden sich so komische Klumpen.

Genauso war es auch ungefähr beim Teig. Der Teig wanderte immer in den Biomüll und mit dem Rezept wurde wieder von Neuem begonnen - aber dieses Mal mit ' e c h t e r ' Butter.
Ich hab' es jahrelang also auf diese Backmargarine geschoben .. oh mannomann, wieviel weggeworfenen Teig ich mir erspart hätte, hätte man mir damals gesagt, dass sich die Butter - wenn sie nicht früh genug aus dem Kühlschrank genommen wurde - sich erst durch Mehl und Backpulver mit Eier und Zucker richtig verbindet.

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Draufgekommen bin ich erst vor gut einem Jahr, als bei einem Streuselkuchen die Butter noch zu kalt war und der Fall von eben aufgetreten ist - Butter zu kalt - Klümpchen durch die Eier entstanden - Verena am Durchdrehen - Mehl ab in die Schüssel - alles wieder gut.

Tja, heut' hab' ich mich wieder an das ganze Spektakel erinnert, denn beim heutigen Streuselkuchen ist mir wieder sowas ähnliches passiert - nur gut, dass ich mittlerweile weiß, wie ich die Klümpchen beheben kann.

Damals war ich wahrscheinlich einfach zu unerfahren und zu sehr auf das genaue Rezept fixiert - heutzutage probier' ich viel zu gerne mit den Zutaten herum, mische manche mal so mal so oder backe auch mal ganz klassisch nach Mamas Rezept. Dennoch, an diese Backmargarine kann ich mich trotz alledem nicht so richtig gewöhnen. Ich mag viel zu sehr den Buttergeschmack in Rührkuchen, daher gibt es bei meinen Rezept auch kaum Thea ( doch nicht entfallen :D ). Thea kann man immer noch in diesen Rezepten verwendet werden, wo die gute, alte Butter nicht so eine große Rolle spielt.

Wer dennoch bissl' Butter sparen möchte, der verwendet im Teig Thea und in den Streusel Butter, so geht der Buttergeschmack nicht zur Gänze verloren.

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Zutaten für ein Blech:

250g Mehl, 250g Puderzucker, 250g Butter, 250g Eierlikör, 4 Eier, 1/2 TL Backpulver, 1 Päckchen Vanillezucker, 700g Marillen

Zutaten für den Streusel:

120g Butter, 150g Mehl, 100g Zucker

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Zubereitung des Kuchens:

- Streusel: Die Butter in kleine Stücke schneiden, mit Mehl und Zucker vermischen und zu groben Krümel verarbeiten. Die Streusel auf ein Teller geben und kalt stellen.
- Teig: Die Butter mit dem Zucker und dem Vanillezucker cremig schlagen. Eier nach und nach dazugeben, Eierlikör einrühren, Mehl mit dem Backpulver vermengen und unterheben. 
- Die Masse ins Backblech geben, die Aprikosen halbieren und mit der Kernseite nach oben legen.
- Danach die Streusel ebenfalls auf dem Blech verteilen. Der Streuselkuchen muss nun für 50 Minuten bei 175°C in den Backofen.
- Den Kuchen im Blech abkühlen lassen und in kleine Stücke schneiden. 

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Ich wünsche euch einen schönen Tag!
- Verena 


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